Das vorindustrielle Waldglas zeichnet sich durch seinen grünlichen Farbton aus, eine Folge unvermeidbarer Eisenoxid-Verunreinigungen. Um diese farbliche Eintönigkeit auszugleichen, entwickelten Glasmacher vielfältige Verzierungstechniken mit aufgelegten Glasfäden und Nuppen.
Die vorgestellten Vasenobjekte basieren auf der Untersuchung dieser historischen Veredelungstechniken. Die damaligen Herausforderungen spiegeln sich in der Gegenwart wider: Auch modernes Recyclingglas bringt farbliche Eigenheiten mit sich, die zu neuen gestalterischen Lösungen anstoßen.
Die präsentierte Kollektion greift die alte Verzierungsstrategie auf, überträgt die historischen Applikationstechniken jedoch in eine zeitgemäße Formensprache. Die Arbeiten verbinden traditionelles Handwerk mit zeitgenössischem Design und reflektieren das zyklische Wesen materialgetriebener Innovation im Glashandwerk.
Ausbildung
| 2016-2018 | Keramiker Ausbildung - Gesellenbrief |
| 2028-2022 | Bachelor, Keramik- und Glasdesign, Burg Giebichenstein Halle |
| 2023-2026 | Master, Produktdesign - Experiment, Weißensee Kunsthochschule Berlin |
| ab 2026 | Meisterschüler, Weißensee Kunsthochschule Berlin |
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Berufliche Stationen
| 2022 | Erasmus Studium, Ceramics- Arts and Craft, Oslo University of the Arts |
| 2023, 2024 | Studio Assistenz, Studio Johanna Seelemann, Leipzig |
Bedeutende Ausstellungen
| 2025 | Grassimesse Leipzig |
| 2025 | Gallerie Eva Maisch |
Auszeichnungen
| Seit 2022 | Stipendiat Studienstiftung des deutschen Volkes |
| 2024 | Glass Design Award, Gehard Bürger Stiftung, dritter Preis |
| 2025 | Preis der jungen Freunde des Grassimuseum |