Burg Giebichenstein - Produktdesign/ Keramik- und Glasdesign und Industriedesign

FINE DINING

Dieses Entwurfsprojekt ist köstlich: Tauchen wir ein in die Welt der Sterneküche mit ihren Kulinarikerninnen und Kulinariker, Foodies und den neuen Wilden der Kochkunst. Hier ist viel Raum für Experiment und neue Wagnisse. Die Szene wird aktuell geprägt von einer ganzen Garde an jungen, kreativen Köch*innen, die Wert auf gute, fair produzierte Lebensmittel von lokalen Erzeugerinnen und Erzeuger legen.

Bei der Auswahl von Geschirr und Gläsern spielen für viele dieser Küchenchefinnen und -chefs nicht nur die Funktionalitäts- und Praktikabilitätsansprüche eine Rolle, sondern auch der Wunsch nach neuer Haptik, Optik und Nutzung sind ebenso ausschlaggebend. Ziel des Projekts ist es die unterschiedlichen Anforderungen der Gastronomie bei der Kreation von neuem Porzellan und Glas herauszuarbeiten und zu berücksichtigen. 

 

Teilnehmende:
Anna Freudenberg, Elena Bangel, In Lee, Jihye Han, Jungwoon Lee, Madeleine zu Dohna, Manon Klein, Matteo Pennacchio, Nadja Winter, Ruud van den Eijnden, Sulamith Gutwein, Vincent Julm

 

CONTAIN – Lagern & Verwahren

Der Mensch lagert und transportiert seit jeher. Gesammeltes und Erlegtes musste aufbewahrt und haltbar gemacht, wertvoller Zierrat und Kultobjekte geschützt, Waren und Lebensmittel transportiert werden. Hierfür finden sich in der Kulturgeschichte der Menschheit schier unendlich viele Aufbewahrungsgefäße in Materialien wie Holz, Metall und Kunststoff sowie natürlich Keramik und Glas. Diese Objekte sind Zeugnisse von Kultur, Reichtum und kunsthandwerklichen Könnens.

Ein Aufbewahrungsgefäß für die beschriebenen Nutzungen besteht in der Regel aus einem Teil, welches das wertvolle Gut bewahrt und umfaßt sowie einem weiteren Teil, welches es abdeckt und schützt. Die Gestaltung dieser Teile ist geprägt vom Einsatz und Kontext des Aufbewahrungsgefäßes und den Parametern des Inhalts.

Auf Basis des gesammelten Wissens wurden Entwürfe für Aufbewahrungsgefäße in Porzellan und Glas erarbeitet. Bei der Entwurfsentwicklung standen neben einer ausgereiften, auf Varianten basierenden Gestaltung, auch die Untersuchung von Eigenheiten der Materialien Porzellan und Glas im Fokus.

 

Teilnehmende:
Alice Haubold, Elisa Bächle, Fritz Breuer, Maximilian Pflugk, Melanie Lange, Nathalie von Rüti, Rosalie Schmuck

 

Leitung Prof. Laura Straßer, künstl. Mitarbeiterinnen: Susan Paduch und Larissa Siemon

Burg Giebichenstein - Schmuck

O... R...U...?

Ein mit Nebel gefüllter Vitrinenschrank mit Schmuckarbeiten von Studierenden aus der Klasse für Schmuck/ Plastik der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle wird während der GRASSIMESSE präsentiert. Der immer wieder auftauchende Schmuck im Nebel-Schrank bezieht sich auf Caterpillar, ein Charakter aus Alice im Wunderland. Caterpillar spricht die Frage des Klein-seins und das Thema von Sichtbarkeit, Anwesen- und Abwesenheit an. Der mit Nebel gefüllte Schrank ist einerseits auch Sichtbarkeit für die jungen Schmuckkünstler-innen und zugleich eine Ankündigung für eine grössere Ausstellung, welche die Schmuckklasse im Frühling 2023 in der Hochschuhlgalerie im Volkspark zeigen wird. Watch this space !

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Klasse Schmuck, Studiengang Plastik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Leitung Prof. Hans Stofer).

Burg Giebichenstein - Spiel- und Lerndesign

Neue Spielideen für Ankersteine

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Klasse Spiel- und Lerndesign (Leitung Prof. Karin Schmidt-Ruhland, künstlerische Mitarbeiterin Svenja Münster)).

Die Ankersteine haben eine lange Tradition. Die Brüder Lilienthal entwickelten 1875 eine Rezeptur zur Herstellung von Mineralbausteinen, die aus einer Mischung von Quarzsand, Kalk und Leinölfirnis gepresst werden. Sie dienen als Bausteine und sind eines der ältesten Systemspielzeuge der Welt. Also ein Klassiker mit dem wir in diesem Projekt neue Spielideen und Anwendungen entwickelt und gestaltet haben. Dargestellt werden die Spielidee mit Spielanleitung und Verpackung.

Ein Kooperationsprojekt mit der Ankerstein GmbH.

 

Teilnehmende:

Desiree Bach, Emili Blum, Matthias Franzen, Lydia Fuchs, Noa Gellenbeck, Stella Sachse, Lucie Schwingen, Marlene Thiel, Malin Trepel und Rita Zeinar.

 

HAWK Hildesheim

Meet your Universe und Abschlussarbeiten

Im Fachbereich Metallgestaltung an der HAWK Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim werden die Kontexte Kunst, Design und Handwerk miteinander verbunden. Schmuck und körperbezogene Objekte, Gefäße und Objekte mit Bezug zur Tischkultur sowie architektur- und raumbezogene Arbeiten sind die Bereiche, in denen due Studierenden ihre Annäherung und Auseinandersetzung finden.

Die gestalterische Grundlage dafür ist ein umfassendes Verständnis von Bedeutung, Kontext und Beziehung von Materialien und Formen, um die Idee, die Erzählung, die Funktion oder die Anwendung zu reflektieren. Ästhetische, kulturelle und physische Aspekte werden thematisiert und in analogen und digitalen Transformationen und Techniken genutzt. Zentrale Intentionen für die künstlerischen Recherchen und Gestaltungsprozesse sind unsere sich ständig verändernde Umwelt, aktuelle kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse und die individuelle Begegnung mit diesen Kontexten.

Diese Ansätze stehen in direktem Kontakt zu einem selbst entwickelten Konzept oder Motiv und beinhalten eine vertiefte Recherche in der Praxis, um eine signifikante künstlerische Position aufzubauen. Ziel des Studiums ist es, die eigene Position kontextualisieren zu lernen, diese im größeren Zusammenhang zu verstehen und durch die Realisierung für den Rezipienten bzw. Nutzer sichtbar machen zu können. Die Dokumentation dieser Prozesse sowie die Präsentation sind Teil dieser ästhetischen Praxis.

Ziel ist es daher, die Studierenden zu begleiten und zu ermutigen, dabei ihre eigene Ausdrucksform zu finden und ein Gefühl für Authentizität zu entwickeln. Die künstlerischen Ausdrucksformen sind frei, die Möglichkeiten sehr vielfältig. Ein Gefäß, ein Möbelstück, ein Schmuckstück, ein körper- oder raumbezogenes Objekt kann eine künstlerische Position darstellen. So bewegen sich die Ergebnisse zwischen gebrauchsorientierten, angewandten oder freien künstlerischen Darstellungen.

Auf der Grassimesse 2022 werden Abschlussarbeiten aus dem Jahr 2022 sowie Arbeiten aus dem Semester-Projekt „Meet your Universe“ präsentiert.

 

Teilnehmende:

Nadine Anklam, Lorain Mair, Jonas Schwalenberg, Gabi Semmelroggen und Anna Warnebolt

SMCK On Reel

SMCK On Reel, das erste internationale Videofestival, das von Schmuck und tragbarer Kunst inspiriert ist, präsentiert Videoarbeiten im Kontext sich schnell verändernder sozialer und ästhetischer Werte. Mehr als 60 internationale Künstler und Designer, Galerien und Institutionen sprechen in SMCK On Reel.

SMCK On Reel des SMCK Magazine beleuchtet Tradition und Zukunft, Erinnerung und Identität, Umweltzerstörung und materielles Bewusstsein, Weiblichkeit und Feminismus, Geschlecht und soziale Konventionen. Acht ukrainische Künstler erzählen die Geschichte des Arbeitens und Lebens im Kriegsgebiet: von der spirituellen Erfahrung der Cameo-Gravur, der Allgegenwart von Zerstörung und Tod, der Festigung der eigenen Identität, dem entschlossenen Widerstand oder den uralten Ritualen, sich mit der Natur zu verbinden.

Das Medium Video wurde während der Pandemie für Künstler, Designer und Kunsthandwerker unverzichtbar. Seine Bedeutung für die Einführung der Öffentlichkeit in die Welt, Konzepte und Gedanken des Künstlers bleibt unbestritten. Reels, die Kunst des bewegten Bildes, setzen die Erzählung des Künstlers ein und ermöglichen es dem Publikum, sich der Arbeit des Herstellers hinzugeben. Schmuck dient nicht nur als Ausgangspunkt für persönliche Geschichten, sondern auch als kultureller Katalysator, der gesellschaftliche Werte verändern kann.

SMCK Magazine - SMCK REEL film festival
 

 

Projekt „à la française...“

Zur GRASSIMESSE 2022 lädt die Agentur craft2eu Handwerkskünstlerinnen und Designer aus Frankreich ein, deren Arbeiten in ihrem Heimatland derzeit große Anerkennung genießen.

Die aktuellen Trends, die im Lebensstil der modernen Franzosen alles andere in den Schatten stellen, sind Naturverbundenheit und Dekorativität, eine große Wertschätzung für hochwertige Naturmaterialien und raffinierte Verarbeitungstechniken. Unter Beibehaltung des traditionellen Handwerks als wichtige Quelle für

Innovation und Attraktivität stehen in Frankreich die Arts decoratifs - die dekorativen Künste - im Mittelpunkt des Interesses. Geniale Kunstfertigkeit und Kreativität schert sich hier weniger um Funktionalität, sondern um effektvolle Form um Gestalt sowie konzeptionelle Narrative. Diese Haltung setzt einen deutlich anderen Schwerpunkt als der in Deutschland übliche Blick auf die angewandten Künste. Die französische Avantgarde des Kunsthandwerks hält auf der GRASSIMESSE 2022 einige Überraschungen für das Publikum bereit.

à la française - craft2eu auf der GRASSIMESSE

Beteiligte:

Alain Mailland, Élisabeth Mézières, Marion Hawecker, Kanae Briandet, Cécile Feilchenfeldt, Mona Luison, Marie-Anne Thieffry, Jeanne Bonnefoy-Mercuriali, Marina Le Gall, Helène Morbu,  Chloé Peytermann