Specials
haptik - Galerie für Gebrauchskunst
Im März 2024 haben Kathrin und Thorsten Held die Galerie haptik ins Leben gerufen. Die Galerie präsentiert eine kuratierte Auswahl an aufstrebenden und auch etablierten Kunsthandwerkerinnen und Manufakturen. Alle Objekte aus Keramik, Glas, Holz oder Naturfasern sind Einzelstücke oder werden in Kleinstserien produziert und erfüllen einen Zweck. Immer vereinen sie Ästhetik und Funktionalität.
Ein Schwerpunkt der Galerie liegt auf zeitgenössischer japanischer Keramik, die das Paar auf Reisen durch Japan von den KunsthandwerkerInnen direkt erwirbt. Kathrin und Thorsten kennen die von ihnen vertretenen nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler persönlich und genießen den kreativen Austausch mit ihnen.
haptik gibt es als klassische Galerie mit regelmäßigen Ausstellungen und Veranstaltungen in der historischen Altstadt von Flensburg, aber auch als Online-Marktplatz auf haptik.de. haptik ist ein Ort für alle, die Ästhetik, Individualität und hochwertige Gebrauchskunst lieben. Und das Leben.
WHZ Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg
Masterstudiengang Textilkunst & Textildesign / Forschungsprojekt "ConFiTex"
Im Spannungsfeld zwischen Design, Handwerk, Kunst und angewandter Forschung verweisen die vorgestellten Arbeiten auf sehr unterschiedliche aktuelle sowie zeitlose und zukunftsweisende Themenfelder, deren Antworten in textilen Ausdruck münden. Sie sprechen die Sprache der Technologien und der Materialien, erkunden physische und soziale Räume. Zwischen klaren gestalterischen Einzelpositionen, die in den präsentierten Abschlussarbeiten formuliert - kommuniziert - werden, ist das fragende und forschende Element stets verbindendes Mittel, das Textilien als auch textile Praktiken in den Diskurs mit gesellschaftlichen Phänomenen setzt.
Das im Textildesign der AKS angesiedelte interdisziplinäre Forschungsprojekt „ConFiTex“ eröffnet in diesem Kontext den Raum in vertiefte interdisziplinäre Denk- und Arbeitsprozesse, in denen die Kompetenzen textiler Gestaltung sich auf besondere Weise mit Natur- und Ingenieurwissenschaften verbinden.
- Katharina Jebsen-Plättner
Staatliche Zeichenakademie Hanau
KulturErben – ein Projekt der Staatlichen Zeichenakademie Hanau
Was wollen wir weitergeben? Was prägt uns – und was wollen wir hinterlassen?
Mit dem Projekt KulturErben eröffnet die Staatliche Zeichenakademie Hanau Einblicke in die Ausbildung im Gold- und Silberschmieden, Gravieren, Metallbilden und Edelsteinfassen sowie in die Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe. Dieses wird nicht als abgeschlossenes Kapitel verstanden, sondern als lebendiger, gestaltbarer Raum: etwas, das bewahrt, weitergedacht, künstlerisch umgesetzt und gemeinschaftlich geteilt wird.
Ausgangspunkt ist die Anerkennung des Gold- und Silberschmiedens als immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Sie würdigt die historische Bedeutung dieser Handwerkskunst und eröffnet zugleich die Möglichkeit, Traditionen in die Gegenwart und Zukunft zu übertragen. Die Staatliche Zeichenakademie Hanau, deren Geschichte mehr als 250 Jahre zurückreicht, steht exemplarisch für das Zusammenspiel von handwerklicher Tradition, zeitgenössischer Gestaltung und zukunftsorientierter Ausbildung.
Mit KulturErben werden Arbeiten aus verschiedenen Projekten präsentiert und kulturelles Erbe als lebendiger, gestaltbarer Prozess sichtbar gemacht. Die Objekte erzählen Geschichten über Herkunft, Materialien und Techniken und zeigen, wie kulturelles Erbe durch zeitgenössische Gestaltung immer wieder neu von der aktuellen Generation interpretiert wird.
Die Staatliche Zeichenakademie Hanau blickt auf eine über 250-jährige Geschichte zurück. Ihre Ursprünge liegen in der 1772 gegründeten „Academie der Zeichenkunst“, die von Hanauer Gold- und Silberschmieden initiiert wurde, um die Entwurfsqualität für Schmuck und Silbergerät zu fördern. Heute ist die Zeichenakademie eine renommierte Bildungsstätte für Gestaltung in Metall und verbindet traditionelles Handwerk mit zeitgenössischem Design und modernster Technik. In der Berufsfachschule erlernen die Auszubildenden handwerkliche Grundlagen des Gold- und Silberschmiedens, Metallbildens, Gravierens und Edelsteinfassens. Aufbauend darauf entstehen in sehr gut ausgestatteten Werkstätten und Fachräumen klassische ebenso wie innovative und avantgardistische Entwürfe – von Schmuck und Alltagsgegenständen bis hin zu Objekten und Skulpturen. Die zweijährige Fachschule für Gestaltung bietet darüber hinaus eine qualifizierte Weiterbildung mit integriertem Meisterabschluss und dem Abschluss Bachelor Professional. Zahlreiche Absolvent*innen und die Akademie selbst sind über die Region hinaus national und international bekannt.
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Produktdesign/ Keramik- und Glasdesign
Die Studienrichtung Produktdesign/Keramik- und Glasdesign (PKG) an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bietet ein in Deutschland einzigartiges Bachelor- und Masterstudium mit dem Schwerpunkt auf den Materialien Porzellan, Keramik und Glas. Die Ausbildung verbindet gestalterische Innovation mit experimenteller Materialforschung sowie technischem und handwerklichem Know-how. Studierende arbeiten dafür in professionell ausgestatteten Werkstätten für Porzellan und Formenbau, in einem gemeinsamen Atelier sowie in Kooperation mit Partner-Glashütten.
Inhaltliche Schwerpunkte des Studiums sind die Wohn- und Lebenswelten der Menschen sowie insbesondere die Ess- und Ernährungskultur in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung und ihrem stetigen Wandel. Keramik, Porzellan und Glas werden dabei als kulturell bedeutende Materialien verstanden, deren Wertigkeit und Materialität neue Perspektiven auf einen nachhaltigen und wertschätzenden Umgang mit Produkten eröffnen.
Auf der Grassimesse präsentiert die Studienrichtung Entwürfe und Designstudien von Studierenden. Die ausgestellten Arbeiten geben Einblick in die thematische und gestalterische Bandbreite des Studiums und zeigen unterschiedliche konzeptionelle, experimentelle und materialbezogene Zugänge zum Produktdesign.
Teilnehmende Studierende:
Aenne Steffens, Amelie Sattrup, Constantin Graw, Fabienne Wyss, Franziska Ruh, Gianmarco Bonetti, Hanna Reppmann, Isabell Liebehenz, Johanne Herrmann, Miriam Pardeller, Tonya Hannes und Viktoria Riepl
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
SCHMUCK HALLE
SCHMUCK HALLE an der BURG erforscht tragbare Kunstformen; wir experimentieren mit den vielfältigen Möglichkeiten der künstlerischen Sprache, die sich aus der Verbindung von Mensch, Körper und getragenem Objekt ergeben.
Mensch und Körper bilden den Kontext für Schmuck und tragbare Skulpturen, die – durch die unmittelbare Nähe zum Körper – kulturelle, ästhetische und persönliche Anliegen ebenso wie Themen von Gesellschaft und Umwelt berühren. Schmuck kann sich mit Geschichte und Technologie auseinandersetzen, Emotionen sichtbar machen oder individuelle und kollektive Erfahrungen verhandeln. Als Mittel der Kommunikation kann Schmuck auch als Requisite oder als Handlungsaufforderung in Erscheinung treten. Darüber hinaus bietet dieses künstlerische Medium Ausdrucksformen, die das multisensorische und verkörperte Wissen erweitern.
Die praktische Arbeit mit den Händen und die Auseinandersetzung mit Materialien sind für die Schmuckklasse unerlässlich. Durch das praktische Tun erwerben die Studierenden sowohl handwerkliches und theoretisches Wissen als auch die Fähigkeit zur Reflexion.
Wir finden es wichtig, Netzwerke zwischen unseren Studierenden und Alumni der Schmuckklasse zu stärken, denn eine lebendige Kunstszene wächst durch eine enge Gemeinschaft zwischen verschiedenen Künstlergenerationen. Anlässlich der Ausstellung auf der Grassimesse 2026 haben Studierende der Schmuckklasse von Prof. Dr. Yuka Oyama Briefe an Alumni gesendet, ihnen von ihrer künstlerischen Auseinandersetzung erzählt und eine Frage an die Künstlerinnen und Künstler gerichtet – die Absolventinnen und Absolventen antworten. Neben den ausgestellten künstlerischen Arbeiten gewähren die Ausstellenden mit ihren Briefen Einblicke in ihren künstlerischen Prozess.
Teilnehmende Studierende:
Sawa Aso, Sophie Baumgärtner, Marcus Biesecke, Katharina Briksi, Ildikó Dánfalvi, Dorothea Heisig, Stella Holtfreter, Paul Iby, Cathleen Kämpfe, Samuel Maßmann, Florian Milker, Marie Möller, Paula Repp Alvarez, Diane Röckel, STACY. und Larissa Thiel