Mein Ziel ist es, mit meinen Arbeiten den Betrachter sowohl gestalterisch als auch emotional zu berühren.
Zur Formfindung und Umsetzung meiner gestalterischen Ideen experimentiere ich im Vorfeld mit kleinen Tonmodellen. Diese Modelle dienen mir als Vorlage, nach denen ich anschließend aus einem massiven Eichenholz-Rohling regionaler Herkunft die Außenform mit der Kettensäge nach und nach herausarbeite. Bis auf wenige Millimeter höhle ich anschließend die Arbeiten mit selbst entwickeltem, speziellem Werkzeug aus. Die Innenflächen schleife ich fein und schwärze und öle sie, was ihnen eine dunkle Tiefe verleiht. Im Kontrast dazu bürste ich die ursprünglich rauen Außenflächen intensiv, wodurch die lebendige Maserung des Holzes besonders hervorgehoben wird.
Die Objekte sind geräuchert, außen teilweise mit Essig/Stahlwolle/Kalk behandelt und zum Abschluss geseift.
Die so entstehenden Einzelstücke offenbaren die Kraft und Schönheit des Eichenholzes visuell und haptisch.
Ausbildung
| 1983-1986 | Schreinerlehre |
| 1992 – 1993 | Fachoberschule für Gestaltung |
| 1993-1998 | Innenarchitekturstudium |
Berufliche Stationen
| 2024 | Juror beim Staatspreis „Gestaltung Kunst Handwerk“ Baden-Württemberg |
| 2022 | Aufnahme in den Homo Faber Guide (Michelangelo Foundation) |
| seit 2021 | Mitglied beim Bundesverband Kunsthandwerk |
| seit 2013 | Mitglied bei Angewandte Kunst Düsseldorf | NRW |
| 2006 | freiberuflich als Drechsler und Innenarchitekt |
Bedeutende Ausstellungen
| 2026 | Maison & Objet | Paris |
| 2025 | Salon Révélations | Paris |
| 2023 | Cheongju International Craft Competition 2023 | Cheongju, Korea |
| 2023 | Danner-Preis Ausstellung | Landshut |
| 2022 | Loewe Foundation Craft Prize | Seoul, Korea |
Auszeichnungen
| 2025 | German Crafts Collection |
| 2024 | Jan Willems-Preis, Grassimesse |
| 2022 | Loewe Foundation Craft Prize (Finalist) |
| 2021 | Hessischer Staatspreis (3. Platz) |
| 2017 | Staatspreises MANU FACTUM | NRW |
Weitere Arbeiten von Konrad Koppold
Grassimesse 2024
Meine Gefäßskulpturen vereinen eine klare Formensprache mit der individuellen Natur des verwendeten Holzes. Mein Ziel ist es, mit meinen Objekten den Betrachter sowohl gestalterisch als auch emotional zu berühren.
Um eine für mein jeweiliges Holzstück geeignete Form zu finden, experimentiere ich im Vorfeld mit kleinen Tonmodellen entsprechend meinen Gestaltungsvorstellungen. Diese Modelle dienen mir als Entwurfsvorlage, nach denen ich anschließend aus einem massiven Eichenholz-Rohling regionaler Herkunft die Gefäßform herausarbeite. Für die bildhauerische Bearbeitung des Holzes benutze ich teilweise selbst entwickelte spezielle Werkzeuge, wodurch sich mir neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Die so entstehenden Einzelstücke offenbaren die Kraft und Schönheit der gewachsenen Jahresringe des Holzes visuell und haptisch.
Grassimesse 2023
Ich beschäftige mich mit der Herstellung asymmetrischer Holzgefäße. Um den Objekten zusätzliche Spannung zu verleihen, drechsle ich sie teilweise auf verschiedenen Achsen. Aktuell experimentiere ich zudem mit freien Gefäß-Skulpturen. Für meine Arbeiten verwende ich mit Vorliebe nasses Eichenholz. Die Objekte, die ich auf wenige Millimeter ausarbeite, verformen sich beim anschließenden Trocknen. Maßgeblich für den Grad der Verformung sind die Maserung sowie der Faserverlauf und die innere Spannung des Holzes. Die äußere Oberfläche des grobporigen Holzobjektes wird durch Bürsten haptisch anmutend. Bei der Oberflächenbehandlung werden die Gefäße geräuchert, geschwärzt und/oder gelaugt und abschließend geölt oder mit mehrmaliger Seifenlauge behandelt.