Meine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst, Design und Handwerk. Im Mittelpunkt steht das Arbeiten mit Glas als flüssigem Material und der Versuch, Bewegung, Spannung und Prozess im Objekt festzuhalten. Dabei interessieren mich besonders skulpturale Formen, Materialität und die Beziehung zwischen kontrollierter Formgebung und dem offenen, oft unvorhersehbaren Charakter des heißen Glases.
Die Glasobjekte entstehen am Heißglasofen. Sie werden teils in Holzformen geblasen, teils frei geformt. Die Holzformen fertige ich aus verschiedenen Hölzern mit Kettensäge und Schnitzmessern an.
Viele meiner Arbeiten bestehen aus mehreren Elementen oder ermöglichen unterschiedliche Kompositionen, Anordnungen und Formen der Nutzung. Charakteristisch sind reliefartige, unregelmäßige Oberflächen, eine starke Materialpräsenz und vielschichtige Farbnuancen. Die Objekte verbinden eine dynamische, asymmetrische Formensprache mit einer körperhaften, beinahe monumentalen Präsenz.
Curriculum Vitae
Ausbildung
2026
MA Abschluss an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein im Fachbereich Produktdesign Keramik- und Glasdesign
2021
BA Abschluss an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein im Fachbereich Produktdesign Keramik- und Glasdesign
Berufliche Stationen
2023-2026
Assistent am Glasofen und in der Kaltbearbeitung; Torsten Rötzsch, Cosswig (DE)
2022
Assistent am Glasofen und in der Kaltbearbeitung; Studio Comploj, Wien (AUT)
2020
Planung und Realisierung vom Hofladen "IMMA" am "Stanglerhof"; Biobauernhof, Völs Südtirol (IT)
Andreas Rier lebt aktuell in Halle an der Saale, wo er den Masterstudiengang im Fachbereich Glas/Keramik an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein absolviert. Seine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Kunst, Design und Handwerk und streben eine Transformation von der Skulptur zum funktionalen Objekt an. Die Glasobjekte entstehen am Heißglasofen, teilweise in Holzformen geblasen, teilweise frei geformt. Die dafür verwendeten Holzformen fertigt Rier mit Motorsäge und Schnitzmessern aus unterschiedlichsten Hölzern. Viele Objekte bestehen aus zwei Teilen und lassen sich vielseitig verwenden. Der besondere Reiz der Stücke liegt in ihren reliefartigen, unregelmäßigen Oberflächen mit reicher Textur, die den Farbnuancen zusätzliche Tiefe verleihen. Die Objekte zeichnen sich durch dynamische, asymmetrische Konturen und eine gewisse monumentale Formensprache aus.
Grassimesse 2024
Durch meine Arbeit mit Holz als formgebendem Material bin ich vom Wald und den Bäumen der Natur im Allgemeinen sehr inspiriert. Deren unaufhörlicher Wandel und gleichzeitige Beständigkeit, das scheinbar unendliche Wachstum und der Zerfall. Die Objektreihe „critical points“ ist eine Serie, an welcher ich seit 2023 arbeite. Die Holzformen für die Umsetzung der Objekte wurden mit der Kettensäge und Holzschnitzmessern aus Eichen-, Zirben- und Fichtenstämmen gefertigt und in Glas ausgeblasen. In diesem Jahr kamen eine neue Farbpalette und einige neue Techniken hinzu, ebenso habe ich mich mit Dosen beschäftigt und zwei Serien entwickelt, wo das Stapeln und der verschlossene Hohlkörper im Mittelpunkt steht. Als critical point beschreibt die Thermodynamik den Phasenübergang zweier Aggregatzustände. Alle Objekte spiegeln die Gratwanderung zwischen fest und flüssig, zerbrochen und verschmolzen wider.
Grassimesse 2023
Andreas Rier (born 1995 in Bolzano) currently lives in Halle an der Saale and is completing a master's degree in glass/ceramics at the Burg Giebichenstein Academy of Art. He works mainly with the materials glass, porcelain, wood and silver.
Through my work with wood as a form-giving material, I am very inspired by the forest and the trees, nature in general. Their ceaseless change and simultaneous permanence, the seemingly endless growth and decay. The series of objects "critical points" is part of a small series, which was created in March 2023. The wooden forms for the work were made with a chainsaw from willow, pine and spruce logs and blown out in clear glass. Thermodynamics describes the phase transition of two aggregate states as a critical point. All objects reflect the tightrope walk between solid and liquid, broken and fused.